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Asyl: Obergrenze reduzieren. Klare Grenzen setzen.

Eigentum bindet an die Heimat

Marlies Huber, Gertrud Tamegger, Michael Tamegger, Marita Pichlkastner, Evelin Höfferer, Bruno Prodinger, Andrea Semmelrock, GV Josef Laßnig, Paula Messner, Helmut Messner und LAbg Claudia Wolf-Schöffmann (von hinten links), Matthias und Anna Huber, Edith Zarre mit Katharina (von links vorne)

Die Mietkosten in zwei Deutsch-Griffner Wohnblöcken explodieren, die Bewohner fĂŒhlen sich im Stich gelassen. LAbg Wolf-Schöffmann bringt nun einen Antrag im KĂ€rntner Landtag ein, der einen gĂŒnstigen Kauf von Mietwohnungen ermöglichen soll.

In zwei Wohnblöcken der Wohnbaugenossenschaft KĂ€rntnerland in Deutsch-Griffen gehen die Wogen hoch: die Mieten steigen unaufhörlich, wohnen in der Landgemeinde ist mittlerweile teurer als in der Stadt. Leistbar sind die Wohnungen kaum noch. „1994/1995 wurden die Wohnungen errichtet. Von den 12 Wohnungen stehen vier seit lĂ€ngerer Zeit leer. Nach Deutsch-Griffen ziehen und ĂŒberteuerte Mieten zahlen, will keiner“, so die Bewohner unisono. „Es kann ja nicht sein, dass bei uns die Mieten höher sind als in Feldkirchen“, Ă€rgert sich Andrea Semmelrock. „Wenn man noch zusĂ€tzlich pendeln muss - und dass mĂŒssen bei uns die meisten - bleibt einem auf Grund der hohen Tank- und Mietkosten nichts mehr zum Leben“, meint auch Helmut Messner.

GV Laßnig fĂŒr Kaufwohnung
Nun haben sich alle Mieter der betreffenden Wohnblöcke an den Deutsch-Griffner Gemeindevorstand Josef Laßnig gewandt. „Die Gemeinde hat durch Wohnbeihilfen fĂŒr Jungfamilien die Mieten zwar gefördert, aber die Kosten sind noch immer zu hoch. Durch das Wohnbauförderungsgesetz  und der deshalb zu erwartenden weiteren Mieterhöhungen sind die Wohnungen bald nicht mehr leistbar“, sagt Laßnig. Er plĂ€diert dafĂŒr, dass Wohnungsgenossenschaften auch das Recht einer „begĂŒnstigten RĂŒckzahlung“ erhalten und dadurch die Mietwohnungen zu Kaufwohnungen werden. „Die Mieter könnten ihre Wohnung dann zu einem gĂŒnstigen Preis erwerben und die Gemeinde könnte einen Zuschuss zu einem erforderlichen Kredit geben. DafĂŒr ist aber einen Änderung des Wohnbauförderungsgesetzes notwendig“.

Eigentum bindet an die Heimat
LAbg Claudia Wolf-Schöffmann ĂŒberzeugte sich bei einem Lokalaugenschein in Deutsch-Griffen von diesem Problem. „Ich habe bei der letzten Landtagssitzung einen entsprechenden  Dringlichkeitsantrag eingebracht. Den Wohnbaugenossenschaften soll das Recht einer vorzeitigen begĂŒnstigten RĂŒckzahlung des Wohnbaudarlehens gegeben werden, damit in der Folge die Mieter EigentĂŒmer ihrer  Wohnungen werden können“, sagt Wolf-Schöffmann. Gemeindereferent LR Achill Rumpold steht ebenfalls hinter diesem Antrag: „Dies ist ein wichtiger Schritt gegen Abwanderung, denn Eigentum bindet an die Heimat“. Wolf-Schöffmann hofft, dass auch die anderen Parteien dem zustimmen. „Denn dies ist ja nicht nur ein Deutsch-Griffner Problem, diese Situation haben wir in jeder Landgemeinde“, sagt die ÖVP-Bezirksparteiobfrau. Im Bezirk St. Veit habe man mit GeburtenrĂŒckgang und hoher Abwanderung zu kĂ€mpfen. „Mit der Möglichkeit, Wohnungen zu gĂŒnstigen Preisen kaufen zu können, schafft man einen Anreiz, dass Einwohner nicht wegziehen. Es ist sogar die Möglichkeit gegeben, dass ehemalige Bewohner wieder in das Dorf zurĂŒckkommen“, meint Wolf-Schöffmann.

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